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Hates und Fakes sind in unseren Pegauer Schulen nicht gefragt

Unter dem Projekttitel #NoHateNoFake lief in der Pegauer Oberschule eine zeitgemäße Auseinandersetzung um Hate Speech und Fake News in den sozialen Medien. Gestaltet wurden von der Klasse 9b in den drei Tagen Videoblogs gegen Hass und Lügen im Netz. Geschichtslehrer Michael Rabe, der auch gerade mit dem GTA-Neigungskurs Archäologie eine Sonderausstellung über die linienbandkeramische Zeit unserer umliegenden Siedlungsgeschichte im Museum gestaltete, nahm sich des Themas an. Er folgte im Januar einer Einladung der Projektleiter Thomas Rakebrand und Börge Meyn von der medienpädagogischen Agentur “klangumfang“ aus Leipzig. Michael Rabe sagte nach der Lehrerfortbildung sofort diesem aktuellen Thema für seine 25 Schüler*innen zu.

Bei #NoHateNoFake geht es insbesondere um sogenannte ‚Hassrede‘ sowie um bewusst gestreute Falschmeldungen im Internet. Es richtet sich an Schüler*innen der Klassenstufen 8 bis 10. Insgesamt nehmen 5 Schulen aus Sachsen mit je einer Klasse daran teil.

Gemeinsam mit den teilnehmenden Schulklassen erarbeiten wir Lösungsstrategien im Umgang mit dem Hass im Netz. Das Herzstück des Projekts sind dabei selbst erstellte Video-Clips der Schüler*innen, die auf einem klasseneigenen Online-Videoblog gepostet werden. Die Schüler*innen suchen sich dafür selbst einen Aspekt der Thematik aus, der sie am meisten interessiert. Daraus entwickeln sie eine eigene Filmidee und setzen sich so auf einer ganz neuen Ebene damit auseinander: Sie werden von Konsument*innen zu Produzent*innen digitaler Inhalte.

Die betreuende Lehrkraft übernimmt dabei die Administration des Videoblogs.
Die Videoblogs werden auf der Projektwebseite: www.nohatenofake.wordpress.com
unter der Rubrik Schulprojekt gebündelt.

Am Projekttag 1:
- Die Klasse beschäftigt sich mit der wichtigen Frage: 'Was ist ein respektvolles Miteinander?' bzw: 'Wie gehe ich selbst respektvoll mit anderen um und wie sollen andere mit mir umgehen?'
- Die Schüler*innnen diskutieren: Welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede gibt es dabei zum sozialen Umgang im Internet? Welche eigenen positiven oder negativen Erfahrungen haben die Schüler*innen selbst schon im Netz gemacht?
- Dann vertiefen sie die beiden Hauptthemen des Projekts: Hate Speech (Hassrede) und Fake News (Falschnachrichten) im Internet. Die Schüler*innen entwickeln dabei eigene Gedanken und Meinungen: etwa zu den Fragen, ob Hate Speech im Netz in den letzten Jahren zugenommen hat, was sie Freund*innen raten würden, um sich davor zu schützen und was für sie die Grenzen von Meinungsfreiheit sind. Zum Thema Fake News zeigen wir der Klasse verschiedene Online-Artikel und überlegen gemeinsam, bei welchen davon es sich wohl um bewusst manipulative Falschnachrichten handeln könnte. Dann überlegen wir, wie man Fake News erkennen und überprüfen kann. Die Schüler*innen lernen unter anderem eine App kennen, um solche Nachrichten zu enttarnen. Sie bekommen aber auch spezielle Internetadressen an die Hand, die helfen können.

Projekttage 2 + 3:
- Aufgeteilt in Kleingruppen suchen sich die Schüler*innen einen Themenaspekt aus, den sie weiter beleuchten möchten. Sie recherchieren dann zu Fragen wie ‚Wer ist vom Hass im Netz betroffen und warum?‘, ‚Wie kann man sich vor Hate Speech schützen?‘, ‚Woran erkenne ich Fake News?‘ usw. Dann entwerfen sie ein eigenes Aufnahmekonzept, das sie mit einem Tablet von der Aufnahme bis zum fertig bearbeiteten digitalen Video-Clip umsetzen. Am Ende entscheiden sie: Soll der Film nach dem Projekt auf dem Klassen-Videoblog sichtbar sein? Soll er geteilt oder kommentiert werden können? In diesem Zuge erarbeitet die Klasse eigene ‚Spielregeln‘ für den Videoblog. Dieser wiederum wird von der Lehrkraft administriert und kann auch über das eigentliche Projektende hinaus bestehen.

Abschlussveranstaltung:
Am 13.04.2018 werden die 5 teilnehmenden Schulklassen (je teilnehmender Schule nahm/nimmt eine Klasse teil) noch einmal gemeinsam in Leipzig zusammenkommen, und ihre Videos präsentieren. Sie werden zudem an einem Workshop zur 'interkulturellen Bildung' teilnehmen (gemeinsam veranstaltet von klangumfang und WeltOffen e. V.)

Projektverantwortliche: #NoHateNoFake wird gefördert von der SLM - der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Für die Schulen fallen bei Projektteilnahme keinerlei Kosten an.
Projekträger: WERK 2 - Kulturfabrik Leipzig e. V.
Projektumsetzung „klangumfang | Büro für Medien und Kultur“ in Leipzig. Projektkoordination: Thomas Rakebrand, 0341 42371512; kultur@klangumfang.de

Quelle: Amtsblatt Pegau